CIOKurator.News #31: Outsourcing-Trends, Smart Factory, Industrie 4.0 und mehr

Zur Einstimmung in das Pfingstwochenende versorgen wir Sie wieder mit dem Wichtigsten aus der IT-Welt. Wir starten mit dem Thema Outsourcing mit einer Einschätzung, bei welchen Themen das mehr Sinn macht. Lünendonk hat seine bekannte Liste der IT-Dienstleister veröffentlicht. Kyndryl ist logischerweise erstmals dabei und wird bei den IT-Service-Unternehmen auf Platz 4 in Deutschland geführt.

Während sich in Hannover das Who ist Who der Industrie die Hand gibt, stellen wir uns die Frage “Wie digital sind wir in Deutschland eigentlich?” Und ist diese digitale Umgebung ausreichend vor Cyberangriffen geschützt? Zu Letzterem spricht unser Kollege Dominik Bredel im aktuellen “heise meets … Der Entscheider-Talk” – Podcast. Reinhören lohnt sich!

Weitere Themen diese Woche: Wie verhält sich Russland mit dem Rücken zur Wand? Stehen Hackerangriffe aus Russland auf unsere kritische Infrastruktur bevor? Microsoft pusht Multi-Faktor-Authentifizierung – Nervig oder sehr sicher? Exponierte MySQL Server und ein globaler Blick auf den Markt für Rechenzentren.

Happy Pride Month.

CIOKuratorNews #30: „Microsoft will Streit mit Kartellbehörden vermeiden“

Herzlich willkommen zum Nach-Vatertags-Newsletter. Unser heutiger Fokus liegt auf Microsoft und Cloud Computing, insbesondere mit Blick auf Marktanteile und den Auseinandersetzungen mit europäischen Wettbewerbern. Data Privacy und die DSGVO sind Dauerbrenner für jeden IT-Entscheider. Der Bitkom fordert Nachbesserungen und Unternehmen wie – schon wieder – Microsoft, müssen sich den Herausforderungen stellen.Weitere Themen diese Woche: Nachhaltigkeit, mit der sich auch CIOs immer mehr beschäftigen und das nicht nur im Rechenzentrum. Außerdem Security: Hier ist es wichtig, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Abläufe halten. Doch das ist nicht immer so…
Und zum Abschluss etwas zum Schmunzeln. Viel Spaß!
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CIOKurator.News #27: IoT und Cloud oder Google und Amazon – und vieles mehr

In dieser Woche haben wir ein buntes Potpourri an Themen kuratiert. Im Zentrum steht einmal mehr das Thema Cloud unter den Aspekten IoT und Cloud oder Google und Amazon. Und auch der Mainframe soll eine wichtige Rolle in Cloud-Umgebungen spielen. Doch der CIO von heute muss sich noch mit anderen Themen befassen. Dazu gehört der Fachkräftemangel ebenso wie die steigenden Anforderungen im ESG-Bereich (Environment, Social, Governance).

Viel Spaß bei der Lektüre.

Und natürlich freuen wir uns über Kommentare.
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CIOKurator.News #26: Wolkiger Schwerpunkt mit Hybrid, Multi, Public Cloud und Playern wie Microsoft und SAP

Hybrid- und Multi-Cloud-Modelle setzen sich durch – allerdings stellt die Netzwerkstruktur eine Herausforderung für die IT dar: Wie binde ich die unterschiedlichen Clouds so an, dass für alle Cloud Services eine optimale Performance bei geringem Administrationsaufwand sichergestellt ist? Unser Kollege Ulf-Carsten Geiser zeigt die Lösung auf. 

Beim Thema Cloud ist wie immer viel Bewegung drin; SAP möchte mit “Rise with SAP” durchstarten, Russland gibt sich alle Mühe, die Internetsperren zu umgehen und die EU versucht die Digitalkonzerne einzubremsen während die Umsatzzahlen für Cloud-Dienste momentan nur einen Weg kennen – den nach oben. 

Last but not least beleuchtet Michael Kroker den Markt der Unternehmenssoftware.

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Partnerschaft von Microsoft und Kyndryl: Der Blick über den Tellerrand

Am 12. November 2021 gaben Kyndryl und Microsoft den Ausbau ihrer globalen, strategischen Partnerschaft bekannt. Es geht bei dieser Partnerschaft vor allem um Microsoft Azure, Cloud-Dienstleistungen und darum, Unternehmen in die Microsoft Cloud zu bringen. Was bedeutet die Partnerschaft für Unternehmen in Deutschland? Was erhoffen sich Microsoft und Kyndryl davon und was bringen die beiden Unternehmen in die Partnerschaft ein? Stefan Pfeiffer spricht mit dem Analysten Axel Oppermann darüber, wo die Vorteile dieser Partnerschaft liegen. Axel Oppermann liefert als erfahrener IT-Marktanalyst und Microsoft-Experte eine unabhängige Sicht auf diese Ankündigung.

„Viele Unternehmen haben erkannt, dass Innovationen nur möglich sind, wenn entsprechende Infrastrukturen vorhanden sind.“

Axel Oppermann, IT-Analyst

Microsoft-Kunden erhalten durch diese Partnerschaft einen neuen Beratungs- und Integrationspartner, der ihnen dabei hilft, entsprechende Produkte und Dienstleistungen zu integrieren. Viele Unternehmen in Deutschland stehen derzeit vor einer Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur und dabei steht das Thema Konsolidierung und damit zusammenhängend eine innovative Cloud-Strategie auf dem Plan. Dabei gebe es laut Oppermann Studien, die zeigen, dass über 30 Prozent der Cloud-Projekte nicht die erhofften Ergebnisse bringen.

Dabei sind Partner und Dienstleister vor allem wichtig, die richtige Balance zwischen Cloud- und On Premise-Lösungen sowie die richtige Strategie zu finden. Dabei brauche es Dienstleister, die nicht nur die Microsoft-Brille aufhaben, sondern einen ganzheitlichen Blick liefern. Dies gelte auch im Sinne einer internationalen Abdeckung, wie Kyndryl sie liefert. Dies ist nicht nur für die großen Unternehmen, sondern auch für den gehobenen Mittelstand interessant und da fülle Kyndryl eine Lücke, die es derzeit im Partner-Netzwerk von Microsoft in Deutschland noch gibt.

Eine Partnerschaft, die allen Beteiligten dient

Neben des Nutzens dieser Partnerschaft für die Kunden geht Axel Oppermann im Gespräch mit Stefan Pfeiffer noch darauf ein, welche Vorteile die Ankündigung für Microsoft und Kyndryl selbst bedeutet.

„Es fehlen derzeit Partner, die die Strategie von Microsoft schnell in den Markt bringen und den ganzheitlichen Blick mitbringen.“

Axel Oppermann, IT-Analyst

Partner wie Kyndryl bringen auch Kunden mit, die bisher keinen Fokus auf Microsoft-Produkte gelegt haben. Diesen kann man nun Microsoft-gestützte ganzheitliche Systeme anbieten. Das gleiche gilt auch für Kyndryl, die ihren Kundenstamm ebenfalls erweitern können. Der Ausbau von Multi-Cloud- oder Hybrid-Cloud-Systemen, Anwendungs-Modernisierungen oder Security-Anforderungen können so effektiver umgesetzt und optimiert werden. Die ganzheitliche und gemeinsame Beratung vor Ort und individuell wird für die nun gemeinsamen Kunden möglich gemacht.

Kurz zusammengefasst:

„Diese Ankündigung zeigt mal wieder, wie wichtig Partnerschaften und Ökosysteme in der IT-Industrie sind.“

Axel Oppermann, IT-Analyst

Drei Beispiele zeigen: Unsere Unternehmens-IT ist sensibel und wir müssen handeln

Der Jahreswechsel ist die Zeit der Reflexion, auch in Sachen Unternehmens-IT. Und obwohl ich bewusst beruflich eine Auszeit genommen habe, haben mich doch einige Ereignisse, Trends und Nachrichten beschäftigt. Im Dezember war es die durch Log4j verursachte Sicherheitslücke, die noch dramatische Folgen haben kann, denn wir wissen nicht, in welchen Systemen derzeit unbemerkt Trojaner schlummern. Die Bedrohung für die Unternehmens-IT durch Log4j und damit verbundene Erpressungsversuche sind also bei weitem nicht vorbei und Unternehmen sollten sich weiterhin die Ratschläge von Domink Bredel zu Herzen nehmen (und zur Sicherheit immer noch ein Backup vor dem 1. Dezember 2021 vorhalten).

An Log4j ist nicht Open Source schuld

Diese Lücke wurde auch benutzt, um gegen Open-Source-Lösungen zu argumentieren und denen das Gerüchle anzuheften, diese seien nicht so sicher. Dabei sollte man doch wissen: Es gab und gibt genug Sicherheitslücken in proprietärer, geschlossener Software. Ist der Code offen, können zumindest theoretisch mehr Entwickler hinein schauen und Fehler beseitigen. Klar wurde durch Log4j natürlich, dass auch Open-Source-Lösungen nicht fehlerfrei sind und auch nicht sein werden. Ist dann entsprechender Code weit verbreitet wie im Falle Log4j, kann es eben entsprechende Auswirkungen haben, die in der Regel hoffentlich nicht so dramatisch sein werden.

Dass Software-Fehler leider- ich muss es so schreiben – zum traurigen IT-Alltag und damit zu unserer aller Alltag gehören, hat dann einmal wieder der Fehler in Microsoft Exchange zum Jahreswechsel demonstriert. Y2K22-Bug stoppt Exchange-Mailzustellung: Antimalware-Engine stolpert über 2022, titelt heise online. Einige Versionen des Exchange-Servers (2016 und 2019) lieferten zu Beginn des Jahres die E-Mails nicht aus, da ein falsches Datumsformat im integrierten Schadsoftware-Scanner nicht verarbeitet werden konnte. Der Fehler ist behoben, jedoch haben manche Server noch Schluckauf und es wird eine Weile dauern, bis sie alle E-Mails verdaut, sprich verschickt haben werden. Einmal mehr ein Indiz dafür, dass Systeme anfällig sind und wir von ihnen abhängen.

Ausfall von AWS legt nicht nur Disney+ und Netflix lahm

Gar nicht so sehr auf dem Radar hatte ich den Ausfall der Amazon Web Services Anfang Dezember 2021, von dem viele Unternehmen an der Ostküste der USA betroffen waren. Jedoch zeigt diese Störung exemplarisch, wie sehr Privatpersonen und Unternehmen von „der Cloud“, in diesem Falle dem Marktführer AWS abhängig sind. Plötzlich funktionierten Disney+, Netflix und die Geräte im Smart Home nicht mehr.

Doch wir befassen uns hier ja mit der Unternehmens-IT und dort mussten Firmen und Behörden feststellen, dass auch sie abhängig sind, selbst wenn sie glaubten, keine Verträge mit Amazon zu haben. Doch plötzlich liefen Trello oder Slack nicht mehr, eben weil diese Lösungen die Amazon Web Services nutzen.

Apropos Abhängigkeit von „der Cloud“: Meistens ist es eben nicht mehr eine Cloud, die Unternehmen nutzen.Wenn wir die Microsoft Office-Produkte im Einsatz haben, Trello oder Slack nutzen, auf SAP S/4 Hana migrieren oder andere Lösungen von HR bis zu den Lieferketten nutzen, haben wir als Unternehmen automatisch verschiedene Cloud-Anbieter im Einsatz, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wahrgenommen wird. Die Multi-Cloud ist heute meist schon Realität. Davon werden auch Unternehmen alleine aus Kostengründen nicht wegkommen. Einen Weg komplett zurück ins eigene Rechenzentrum ist wohl nicht mehr möglich. Stattdessen wird es eben die hybride Cloud-Welt geben, in der verschiedene Cloud-Anbieter sowie die Private Cloud im eigenen Data Center genutzt werden.

Herausforderungen für die Unternehmens-IT: Multi-Cloud, S/4 Hana, Cybersecurity

Alle beschriebenen Vorfälle zeigen, wie sensibel unsere kritischen IT-Infrastrukturen sind, wie schnell und konsequent wir oft reagieren müssen und wie viel Expertise wir beim Aufbau und vor allem dem laufenden Betrieb und dem Management der eigenen Unternehmens-IT benötigen. Cybersecurity ist vielleicht das Thema für 2022, der Aufbau und das Management einer hybriden Multi-Cloud bleibt neben der Migration auf SAP S/4 Hana, die bei vielen Unternehmen ansteht, auf der Agenda. Unternehmen werden sich darüber Gedanken machen müssen, wie sie in der Cloud-Welt möglichst unabhängig bleiben, Lösungen potentiell von einer Cloud in eine andere verschiebbar machen können. Sie werden sich damit befassen müssen, wie wichtig ihnen Ausfallsicherheit ist und was sie dafür bereit sind zu zahlen. Werden sie wirklich das Geld bereit stellen, um die kritischen Systeme in zwei oder gar drei Availability Zone zu betreiben?

Das alles sind besondere Herausforderungen in Zeiten, in denen IT-Fachleute krampfhaft gesucht werden, vom Sicherheitsexpertinnen und -experten bis zur Fachfrau und dem Fachmann für SAP. Ich wage die Prognose, dass Unternehmen und die Verwaltung externe Kompetenz und Partner ebenso benötigen, wie sie über neue Konzepte nachdenken sollten, um Kompetenz zu bündeln und gemeinsam zu nutzen, beispielsweise im Bereich Cybersecurity. Und die Fragen und Herausforderungen können nicht auf die lange Bank geschoben werden. Das haben die beschriebenen Vorfälle gezeigt.

Bild von Schäferle auf Pixabay

Stefan Pfeiffer
Stefan Pfeiffer

… arbeitet in Communications bei Kyndryl Deutschland, dem weltweit führenden Anbieter zum Management kritischer IT-Infrastruktur. Den gelernten Journalisten hat seine Leidenschaft für das Schreiben, Beobachten, Kommentieren und den gepflegten Diskurs nie verlassen. Diese Passion lebt er u.a. in seinem privaten Blog StefanPfeiffer.Blog oder auch als Moderator von Liveformaten wie #9vor9 – Die Digitalthemen der Woche und Podcasts aus. Digitalisierung in Deutschland, die digitale Transformation in der Gesellschaft, in Unternehmen und Verwaltung oder die Zusammenarbeit am modernen Arbeitsplatz sind Themen, die ihn leidenschaftlich bewegen.
Vor Kyndryl hat Pfeiffer in der IBM im Marketing in unterschiedlichen internationalen Rollen gearbeitet. Seine weiteren beruflichen Stationen waren FileNet und die MIS AG. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“. 

Kyndryl & Microsoft – Gemeinsame Expertise für gemeinsame Kunden

Kurz nach dem Börsengang von Kyndryl gibt es spannende Neuigkeiten: Das Unternehmen hat eine „globale strategische Partnerschaft“ mit Microsoft bekanntgegeben. In einem Gespräch mit Stefan Pfeiffer erläutert Klaus Stephan, Verantwortlicher für das Cloud-Geschäft von Kyndryl in Deutschland, wie die beiden Unternehmen ihre Expertise bei Cloud-Plattformen und IT-Infrastruktur-Services vereinen und welche Synergien dadurch für gemeinsame Kunden möglich sind. Im Fokus stehen dabei beispielsweise Anwendungen in den Bereichen Sicherheit, KI, Cloud-Migration, unternehmenskritische Workloads und Anwendungsmodernisierung. Und auch die Anwenderfreundlichkeit hat oberste Priorität: Nutzer werden diese Anwendungen nahtlos in ihre Umgebung integrieren können.  

Auch für den Aufbau der entsprechenden Kenntnisse bei den Kyndryls ist durch eine spezielle Microsoft-University gesorgt, auf der sich Kyndryl-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterbilden können. In einem Co-Creation-Lab werden gemeinsam wiederverwendbare Assets und Lösungen erarbeitet und entwickelt, die dann allen gemeinsamen Kunden zur Verfügung stehen. 

Die neue Partnerschaft zeigt beispielhaft, wie sich Kyndryl nun frei im Markt bewegt und mit Technologieführern zusammenarbeitet. Durch solche Partnerschaften lässt sich der Bedarf von Unternehmen an Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Umgebungen optimal adressieren, diese integrieren und für Kunden betreiben. So soll im Interesse der Kunden ein breites Ökosystem mit den besten Partnern und deren Lösungen entstehen, die den Ansprüchen der Kunden an eine moderne IT-Infrastruktur und die digitale Transformation gerecht wird – mit Kyndryl als weltweit agierendem Anbieter, der die Umgebungen betreiben kann.